Sunday, 7. september 2008 7 07 /09 /Sept. /2008 16:14

Da Alex und ich uns nach einigem hin und her entschlossen haben die Reise gemeinsam anzutreten, werden wir aus diesem Grund unseren kleinen Bericht gemeinsam gestalten!

Anders als Björn uns Nils haben wir uns für den Weg des Packesels entschlossen…

Weshalb?? Warum??

Tja, im nach hinein wurde diese Frage von uns selbst immer wieder gestellt.

Um das alles verstehen zu können, denken wir, dass hier ein wenig weibliches Einfühlvermögen benötigt wird!

Nun ja, wenn für vier Monate gepackt werden soll, können Frauen (die Evolution hat es mit uns gut gemeint!) einfach nicht auf all ihre schönen Sachen verzichten (für die Leute, die nicht verstehen, was damit gemeint ist, sagen wir nur: Schuhe, Taschen, Schuhe…haben wir  schon mal Taschen erwähnt???)

Nun ja, Alex kam mit dem Zug aus Wolfsburg angereist und ich (Anh) aus Rheine (südlich vom Emsland).

Unsere chaotische kleine gemeinsame Reise ins unbekannte Land begann in Köln am Hauptbahnhof.

Der erste ausländische Zug war der Thalis..Noch nie von gehört..Aber egal..Ist doch ein Langstreckenzug..“Das wird schon“, haben wir uns gedacht, da dieser uns innerhalb von knapp drei Stunden nach Brüssel bringen wird!!

Nu..Wie sollte man es am besten schildern um dieses Gefühl, welches wir bei der Ankunft des Zuges in den Bahnhof hatten??

An jedem Ein-und Ausgang standen etwa gefühlte 50 Menschen (an einer Tür wohl bemerkt..), die es kaum erwarten konnten in den Zug einsteigen!! Alle mitsamt 20 Koffern..Und WIR irgendwo zwischen der Menge..

Jeder einen riesigen Koffer mit all den Utensilien, die eine Frau braucht und dann doch nicht braucht. Tasche mit Sachen, die nicht mehr in den Koffer passten, Handtasche als Accessoire, eine weitere Tasche fürs Essen (denn es war eine lange Reise, wie es sich später noch heraus stellen wird), Laptoptasche, und zu guter letzt Umhängetasche (weiß der Geier wozu DAS wieder nötig war..)

Nur, was haben ich die Ingenieure bei Thalis gedacht, als sie wohl die Züge gebaut haben??

Alles für Liliputaner??

Keine Sekunde nachdem die ersten drin waren, war erstmal alles stillgelegt..Nach vorne war alles Sperrzone..Denn wer das Glück hatte die Plätze am Eingang zu haben konnte mit seinen Koffer einfach mal den Rest der Crew draußen stehen lassen..Ach war dat schön!!

Also liebe Leser, gerichtet an die, die “bekloppt“ genug sind wie wir, auf Körperkontakt mit Fremden stehen, herzlich willkommen im Thalis..Man hat ja sonst nix zu tun außer 35kg mit sich rumzuschleppen und von unsren lieben Nachbarn durch die Gegend geschubst zu werden!!

Von wegen: „Ach, wenn Männer euch beiden kleinen niedlichen unbeholfenen Mädchen sehen werden sie sich drum reißen euch die Koffer abnehmen zu können! Also keine Sorge um den Stress-Bahn fahren ist der stressfreiste Weg!“

Denk bloß nicht, dass wir je eine Sekunde gehofft hatten! Selbst bei älteren Damen hat sich kein Mensch gerührt..

Nach dem Motto: „Wer so viel packt, soll es gefälligst selbst tragen!!“

Keineswegs soll es zynisch klingen, aber stellt euch auf den Spaß ein, wenn ihr alleine unterwegs seid!! Wir waren zu zweit und konnten uns aushelfen ^^

Das gleiche Spiel durfte wir dann darauf folgend weiterspielen, als wir in den TGV gestiegen sind.

Da hatten wir erstmal für die nächsten 5 Stunden Ruhe ehe wir in Lyon ankamen..

Puhh, jetzt geht’s looos!!

Dachten wir!!

Nachdem wir unsere reservierten Plätze gefunden haben, ging es darum erstmal wieder Luft zu holen und sich breit zu machen. Kaum saßen wir, uns gegenüber eine Französin in einem schicken Cocktailkleid und ein Inder, der wies sich herausstellte auch kein einziges Wort französisch sprach, fühlte sich die Französin wohl ein wenig „eingeengt“ von uns Schreckschrauben und suchte sich prompt einen anderen Platz..Nämlich den auf der andren Seite der Sitzreihe..

Japp, nette Begrüßung!

Wie wir später erfahren, sind Franzosen Fremden (insbesondere Deutsche) gegenüber sehr skeptisch. Doch wenn sie erst einen kennen, scheint ihre Hilfsbereitschaft kaum ein Ende zu nehmen!!

Darauf gehen wir aber später ein.

Naja, irgendwann hat unsre Tortur ja auch ein Ende..

Wurde erwähnt, dass eine halbe Stunde vor Lyon der TGV sich einfach mal für 2 Stunden zur Ruhe gesetzt hat?? Ok, es war eine kleine Zwangspause aufgrund eines Unfalls direkt vor uns. Aber 12 Stunden unterwegs zu sein, zerrt sehr an den Nerven und dann kommt dieser Stillstand hinzu..

Sowas ist schwer mit Humor zu nehmen!!

Denn wir hatten ja auf den Informationsschalter am Bahnhof gehofft, damit dieser uns den günstigsten Weg zum Hotel erklären kann..

Doch um 21 Uhr heißt es dann nur ab ins Taxi und los gehts ins Hotel!!!

Kleiner Tipp: Immer ein bissle mehr Trinkgeld geben, denn sonst verärgert man den Taxifahrer sehr schnell!! Damit ist nicht zu scherzen, denn er hat immerhin deine Koffern in den Kofferraum getragen! 5€ ist zu erwarten!

Nach dieser strapaziösen Anreise haben wir uns einfach nur noch auf unser Hotelbett gefreut.

„Ta chambre est dans la quatrième étage-Non, nous n’avons pas un ascenseur!”

Neeeein..!!!

 

von Nils, Björn, Anh und Alex
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Tuesday, 2. september 2008 2 02 /09 /Sept. /2008 17:18

Liebe Leser,

in diesem Artikel werden die ersten Erfahrungen und Eindrücke festgehalten, die wir auf unserem Weg von Deutschland nach Frankreich sammeln konnten.

Da wir nicht alle zusammen in Richtung Lyon aufgebrochen sind, wird sich der Inhalt zunächst auf Nils' und meine (Björns) Erfahrungen bei der Anreise per Auto beschränken.

Mit dem Vorsatz "ein guter Trip fängt an, sobald die Karre das erste Lebenszeichen von sich gibt" fuhren wir am Donnerstag, 28.08.08, morgens um 7.30 Uhr zunächst zur örtlichen Tankstelle, um vollzutanken, Reifendruck und Flüssigkeiten zu prüfen sowie Kaffee und Zigaretten zu besorgen. Einen Kasten Beck's - aus Angst vor französischem Bier - hatten wir vorsorglich auch schon eingepackt.

Nachdem Nils tags zuvor von einer Überraschung für die Reise erzählt hatte, lüftete er nun das Geheimnis:

In Anlehnung an den DVD-Band "Band of Brothers", welcher u.a. an die Landung der alliierten Fallschirmjäger in der Normandie erinnert, hatte er in aufwendiger Arbeit die Stahlhelme der legendären "Easy Company" nachgeahmt; sie sollten unsere treuen Begleiter für die lange Reise werden.

 

Da unser Gefährt, ein Opel Astra Bj. 93, über keinerlei Airbags verfügt, war dies ein zusätzlicher Beitrag zur Sicherheit beim Fahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun waren alle Vorbereitungen abgeschlossen und wir fuhren von Kornwestheim (bei Stuttgart) los in Richtung Frankreich. Die Fahrt war sehr angenehm und abwechslungsreich; Nils hatte ein reichhaltiges Musikprogramm zusammengestellt und wir wurden unterwegs des öfteren freundlich gegrüsst bzw. verwirrt angestarrt. Ein französischer Soldat, den wir auf einem Rastplatz trafen, erklärte sich sogar bereit, mit seinem Tanklaster Modell zu stehen...sehr cool!

 


Nach ca. 7 1/2 Stunden und unzähligen Pausen erreichten wir Lyon - ein bisschen später als geplant, aber sehr gut gelaunt. Kurz zuvor hatten wir noch ein wenig nachgetankt; die Spritpreise an der Autobahn sind hier im allgemeinen wesentlich teurer als in der Stadt (13 Cent), und teurer als in Deutschland sowieso. Die Mautgebühr belief sich insgesamt auf 26 € (Grenzübergang Neuenburg bis Lyon), allerdings hat man für diesen Preis auch vernünftige und leere Autobahnen.

Beim Einfahren in die Stadt bekommt man schon einen ersten Eindruck von dem, was einen hier erwartet:

Eine große, alte und unheimlich schöne französische Stadt (die älteste Frankreichs), eingelassen in hügeliges Land mit unzähligen Kirchen und Sehenswürdigkeiten, schönen Wohnhäusern und viel Wasser (Rhône und Saône). Nicht umsonst wurde die Altstadt Lyons von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und das alles bei wunderbar blauem Himmel und 30°.

 link

 

von Nils, Björn,Anh und Alex
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Thursday, 7. august 2008 4 07 /08 /Aug. /2008 23:51

Liebe Leser,


auf diesem Blog möchten wir euch einige Eindrücke von der Vorbereitung unseres Auslandssemsters und unserem Aufenthalt während unseres Auslandssemesters in Lyon zugänglich machen.
Wir möchten hier gerade Studenten und anderen Interessierten an einem Auslandssemsters/ -jahres die Möglichkeit bieten, Informationen über die nötigen Vorbereitungen, die Universite Catholique und die Stadt Lyon inkl. all ihrer Möglichkeiten aus 1. Hand  zu gewinnen.
Dieser Blog wird sich vor allem durch die ungeschönte Wahrheit über Lehrveranstaltungen, Professoren, das Nachtleben, das Kulturangebot und die Mitmenschen von den überall erhältlichen und wenig aussagekräftigen Broschüren / Erfahrungsberichten unterscheiden. 
Im Klartext: Wir sagen euch was sich an Lyon lohnt und was ihr lieber gleich vergessen könnt :)



von Nils, Björn, Anh und Alex
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